Donnerstag, September 01, 2005

Zwölfmal Frieden - einmal Peace ey!

„Gesegnet, die auf Erden Frieden stiften.“ [William Shakespeare] sagt schon der grosse Meister. Dass das mit dem sofortigen und ewigen Weltfrieden nicht so ganz ohne Probleme zu bewerkstelligen ist, habe ich mir ja schon fast gedacht, aber dass es noch nicht mal möglich ist, einen gemeinsamen Tag zu finden, an dem die zivilisierte Menschheit heuchelt äh, äh, so tut als ob sie das erreichen will manchmal an Frieden denkt, macht mich schon etwas nachdenklich.

In Deutschland wird alljährlich am 1. September der „Antikriegstag“ begangen, der an den Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem Überfall der Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 erinnert. Die Initiative für diesen Gedenktag ging 1957 unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ vom DGB aus, in der DDR wurde der 1. September als „Weltfriedenstag“ gefeiert.

Seit 1981 begeht die UN am 21. September 1981 den „International Day of Peace“ der „die Idee des Friedens sowohl innerhalb der Länder und Völker als auch zwischen ihnen“ zum Gedenken hat. Klingt schon sehr kompliziert.

Seit 2004 ruft der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) alle Kirchen dazu auf, jährlich den 21. September zu einem Internationalen Tag des Gebets für den Frieden zu machen, „als eine Möglichkeit, die Zeugniskraft der Kirchen und Glaubensgemeinschaften den vielen Kräften der weltweiten Bewegung für Frieden und Gerechtigkeit hinzu zu fügen“ - oha, das klingt aber beherzt.

Die katholische Kirche hat seit 1967 am 1. Januar ihren separaten Weltfrieden - pardon "Weltfriedenstag“ der mit einer Weltfriedensbotschaft des Papstes verbunden ist und wohl die umfangreiche Erfahrung in der Segnung von Kanonen reflektiert. Gedenken wir auch dem Matthäus-Wort:
„Meint nicht, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ [Mt 10.34]