Donnerstag, September 01, 2005

Buster plaudert …

Es wird Jahre dauern, bevor diese Landstriche wieder bewohnbar sind, Schutt und Schlamm müssen beseitigt werden … ist vom heutigen „Wechselgipfel“ zu hören. Kanzlerschelte oder ein Lifebericht aus Überschwemmungsgebieten des Waffenbruders in spe? Vielleicht können wir uns ja künftig die Arbeit tayloristisch aufteilen: Der ‚Amerikaner’ legt alles in Schutt und Asche, wir kommen mit dem THW hinterher und machen je nach Absprache Nation Building, Peace Keeping oder Shit Shoveling. Mindestens letzteres können wir ja wirklich gut.

Apropos ‚shit happens’: Die fünfte Erhöhung der Tabaksteuer seit 2002 - Eine Zigarette kostet seit heute 1,2 Cent mehr: 25.826 nicht gerauchte Zigaretten in den letzten 286 rauchfreien Tagen lassen mich an andere Risiken und Abenteuer denken – immer nur trinken ist auf die Dauer ja auch nicht zu bezahlen, wenn es nur guter Wein sein soll und man ein paar Flaschen locker wegsteckt …

… daher beschliesse ich die Erkundung des Saturnmond Enceladus als nächstes Lebensziel, auf dem die Raumsonde „Cassini“ rätselhafte Vorgänge entdeckt hat. Da sollten noch jede Menge Vulkane und Täler nach mir benannt werden können. Aber kaum dass ich das transplanetare Hyper-Speedraumschiff nach Blueprints von Douglas Adams zusammengelötet habe, und Herrn Pfahls (Kollekte und Intergalaktisches Recht), Herrn Ratz Benedict (Fürbitte und Waffensegen) und das Personal den dümmlichen Assistenzarzt (Double von ‚Pille’) als Crewmitglieder gewonnen habe, erreicht mich die Warnung via Riesenmaschine dass von einer Besiedlung nachdrücklich abgeraten wird, weil in schlappen rund 300 Jahren wohl vergleichbare klimatische Zustände drohen wie in den USA, wo Benzin halb so viel kostet wie hier und Klimaschutz unbezahlbar ist.

Also was ich tue wird irgendwie blockiert, zum Antikriegstag notgedrungen noch mal Franz Kafka: „Ich Frieden kommst Du nicht voran, im Krieg verblutest Du.“ Mein bitterster Zorn hellt sich allerdings auf, als mir eine weitere Mail von Postbank ins Haus flattert mit der Bitte doch eben mal PIN und TAN-Nummer in ein ganzwichtiges super-geheimes Formular einzugeben. Die Postbank ist damit an der Deutschen Bank klar vorbeigezogen, irgendwo in der Grössenordnung von 11:8 würde ich mal aus dem Kopf zitieren. Vor allem aber scheint ein 1Euro-Jober mit fundierten Deutschkenntnissen für diese gemeinnützige Arbeit gewonnen worden zu sein. Keine Schreibfehler mehr zu erkennen: Alle Achtung, da können sich andere Connections mehrere Scheiben abschneiden. Ein Extrapunkt die Fussnote der Mail:
„Achtung: diese Mail ist automatisch versendet. Keine Antwort darauf wird bearbeitet. Alle Fragen senden sie bitte an Helpdesk Postbank support@postbank.de“
Oh yeah, ich sollte mir mal dringend ein gelbes Konto besorgen, als Belohnung für all das unbeirrbare Qualitätsbemühen um stetige Verbesserung der Postbank-Connection … die sollten jetzt aber auch sofort ins Kompetenzteam aufgenommen werden für fiskalische Grenzwertigkeiten, Anschelig, Du brauchst sie!