Mittwoch, September 07, 2005

Ach wie gut, dass niemand weiss ...

Während ich noch meine allmorgendliche Portion Espressopornographie geniesse und dem Todestag von Catherine Parr, der sechsten (und letzten – es ist vollbracht) Gattin von König Heinrich VIII vor gerade mal 457 Jahren gedenke, erreicht mich aus Ägypten, wo heute so was ähnliches wie ähem ‚Wahlen’ stattfinden, ein ehrwürdiges Sprichwort:
„Halte deine Grundsätze und dein Geld geheim“.

Die so schlecht genannten C-Parteien nehmen das so beherzt bierernst, weil sie nun mal wissen, dass das nicht gut geht wenn ein Politiker vorher schon alles klarmacht.


Was bisher geschah: Die Opposition Regierungsvertreter fordern ihre Veröffentlichung, die Merkel kennt sie überhaupt nicht, der Kirchhoff weiss, dass sie über 400 Punkte enthält und hat sie der Merkel hat er vergessen hat er gegeben, der Münte echauffiert sich, der Kirch Professor aus Heidelberg kündigt an, dass das alles eh nicht umgesetzt wird die nächsten Jahre und bestätigt ungefragt mich in meiner unendlichen Weisheit, christliche Regierungsvertreter Oppositionelle echauffieren sich, die Frau Merkel verteidigt die Liste, die sie nicht kennt und zwingt zwei Söhne des Professors zur Geschlechtsumwandlung als Beweis, dass ihr Vater Spass versteht ein CDU-konformes Verständnis hat von der Rolle der Frau in der Spassgesellschaft abendländischen Sowieso (pardon: hier hat Herr Reagan undeutlich geschrieben), Herr Schröder sagt zwischenzeitlich, dass die Liste erzreaktionär und ungerecht ist und Herr Professor echauffiert sich während der Glos ...

Das klingt alles irgendwie nach ‚unsere Arbeit ist so geheim, dass wir selbst nicht wissen, was wir tun.’ Wehe euch, das wird nicht gut gehen, steht doch schon im Buch der Bücher:

„Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird und nichts geheim, was man nicht wissen wird.“ [Mt 10.26]